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Erfahrungen Prüfungsvorbereitungskurs von "IP for IP"

Klein23

Neues Mitglied
Hallo liebe Mitglieder :),

ich habe diesen Thread eröffnet, damit alle, die an dem IP for IP Prüfungsvorbereitungskurs teilgenommen haben, hier eine öffentliche Bewertung hinterlegen können.

Hier eine kleine Struktur für den Erfahrungsbericht (den ihr benutzen könnt, aber natürlich nicht müsst) :
  1. Wie viele/welche Tage wurden gebucht?
  2. War das Seminar eine Präsenz- oder eine Onlineveranstaltung?
  3. Deine Erfahrung und Bewertung vom Seminar und dem Skript.
  4. Wie fandest du die Probeprüfung?
  5. Würdest du den Kurs weiterempfehlen?
Und nun zu meinem Erfahrungsbericht:

Ich habe am 3-tägigen Prüfungsvorbereitungskurs teilgenommen. Am ersten Tag wird der nationale gewerbliche Rechtsschutz thematisiert, am zweiten Tag der internationale gewerbliche Rechtsschutz und am dritten Tag WiSo (Recht, Wirtschaft und Soziales). Da wir uns aktuell im "Corona-Hoch" befinden, hatte ich den Onlinevorbereitungskurs, weshalb ich auch nur diesen bewerte. Zum Präsenzkurs kann ich keine Stellung nehmen.

Insgesamt waren die ganzen 3 Tage wirklich anstrengend, da der Kurs nicht interaktiv war. Bedeutet: Es wurden PowerPoint Präsentation vorgelesen (welches ihr auch als Skript ausgedruckt zum mitverfolgen während der Präsentation bekommt). Der Zeitplan war stramm und hat kaum Zeit für Fragen offen gelassen, zumal auch das Webinar Programm nicht zu empfehlen war. Allein entmuten (Mikrofon einschalten) hat mindestens 15 Sekunden gedauert und hat oftmals nicht funktioniert. Der Chat war wegen dem unübersichtlichen Programm auch schwer zu finden.

Die Patentangelegenheiten waren ausführlicher ausgearbeitet, als die Markenangelegenheiten. Bei den Patentfolien waren überall Paragrafenangaben zu den Informationen die genannt wurden. Bei den Marken und Designfolien (egal ob national oder international) waren deutlich weniger Informationen mit Paragrafen belegt und wenn, dann teilweise sehr ungenau. Manchmal waren auf den Folien die amtlichen Gebühren aufgeführt manchmal nicht. Begründung dafür war, dass die Gebühren jährlich im April aktualisiert werden. Unter Betrachtung, dass der Kurs entgeltlich erfolgt, fände ich es angemessen, dass IP for IP die Folien aktualisieren.

Wer die Hoffnung hat zu lernen wie man Gerichtskosten und Rechtsanwaltsvergütungsrechnungen erstellt/ausrechnet, liegt falsch. Hier wird nur "auswendig lernen" empfohlen. (Und das ist sehr Prüfungsrelevant!)

Die Probeprüfungen
waren meines Erachtens nach auch komisch. Die Aufgaben waren teilweise sehr ungenau und wirklich verwirrend gestellt, und die Punktevergabe war teilweise auch sehr irritierend. Beispiel: Es gab Aufgaben, die man nur mit einem Satz/Stichpunkt hätte beantworten können und dazu noch ein bis evtl. zwei Paragrafen, die aber 6 Punkte gegeben hätten. Und fragt sich "Warum 6 Punkte, was will man hier noch hören?". Da ich die korrigierten Prüfungen noch nicht erhalten habe, kann ich nicht sagen ob es an mir oder tatsächlich ihrer Aufgabenstellung lag, aber so war mein Empfinden (und auch das meiner Kolleginnen).

Zum dritten Tag, kann ich leider kaum etwas sagen. Es wurde mehr Zeit für Fragen eingeräumt, allerdings waren die Folien extrem vollgepackt mit Informationen und generell waren viele Themen zu ausführlich dargestellt, die keine Prüfungsrelevanz haben.

Im Großen und Ganzen kann ich den Prüfungsvorbereitungskurs nicht empfehlen, wenn man regelmäßigen Berufsschulunterricht hat. ABER für Pafas, die selten Unterricht haben, könnte sich der Kurs lohnen, da man dann doch ein gut zusammengefasstes Skript erhält (sofern man selbstständig ein paar Ergänzungen einfügt). Ich würde jedoch allen ans Herz legen NICHT sein privates Geld dafür zu investieren, das ist es nicht Wert. Wenn der Arbeitgeber anbietet den Kurs zu übernehmen (wie es bei mir erfreulicherweise der Fall war), kann man das Angebot gerne annehmen.

Ich hoffe ich konnte mit meinem Erfahrungsbericht etwas Licht ins Dunkle bringen :D

Eure Klein23 🌟
 
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Redakteur

PAFA24
Teammitglied
Hallo Klein23,

natürlich kann das Forum dazu genutzt werden, eine Lehrveranstaltung zu bewerten oder zu diskutieren. Dies darf aber nicht die Grenze zu persönlichen Beleidigungen überschreiten. Personen namentlich zu nennen und diesen die Kompetenz in Ihrem Fachbereich abzusprechen, geht nicht, insbesondere wenn man im Schutze der Anonymität schreibt. Ich bitte darum, den Text entsprechend zu ändern. Anderenfalls müsste ich den Beitrag leider entfernen, der ja auch für den Veranstalter eine hilfreiche Kritik darstellen könnte.

Mit der Bitte um Verständnis

Dieter Gröbel
Redakteur

NACHTRAG:
Der Beitrag wurde durch den Autor umformuliert.
 
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